Mnajdra Tempel –
Der astronomische Tempel Maltas
Der Mnajdra Tempel an der Südküste Maltas ist ein archäologisches Wunder: An den Frühjahrs- und Herbstäquinoktien fällt das Sonnenlicht exakt durch den Tempeleingang – ein astronomisches Präzisionswerk aus der Steinzeit.
Mnajdra – Ein steinzeitliches Observatorium
Der Mnajdra Tempel liegt direkt an der Südküste Maltas, nur ca. 500 Meter vom Hagar Qim Tempel entfernt – verbunden durch einen wunderschönen Küstenwanderweg. Was Mnajdra von allen anderen prähistorischen Stätten unterscheidet, ist seine präzise astronomische Ausrichtung.
Der Westtempel von Mnajdra – der am besten erhaltene der beiden Tempel – ist exakt so ausgerichtet, dass die Sonnenstrahlen an den beiden Äquinoktien (21. März und 23. September) durch den Tempeleingang fallen und eine senkrechte Linie auf einen zentralen Stein werfen. An den Sonnenwenden (21. Juni und 21. Dezember) beleuchtet das Licht jeweils die linke oder rechte Seite des Eingangs. Die prähistorischen Erbauer nutzten den Tempel offensichtlich als astronomischen Kalender.
Die Anlage besteht aus zwei Tempeln die von einer gemeinsamen Umfassungsmauer umgeben sind. Der ältere Südtempel stammt aus der Ä gantija-Phase (ca. 3600–3000 v. Chr.), der präzise ausgerichtete Westtempel aus der Tarxien-Phase (ca. 3150–2500 v. Chr.).
Mnajdra – Praktische Infos
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