UNESCO-Weltkulturerbe · Südmalta · Ca. 3200 v. Chr.

Hagar Qim Tempel –
Stehende Steine am Meer

Der Hagar Qim Tempel auf Malta ist eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten der Insel – direkt am Meer gelegen, über 5.000 Jahre alt und UNESCO-Weltkulturerbe. Der schönste aller maltesischen Megalith-Tempel.

3200 v.Chr.Erbaut
UNESCOWelterbe
20 TonnenGrößter Stein
Tägl.9–17 Uhr
SüdmaltaLage
Über Hagar Qim

Hagar Qim – Die schönste Tempelanlage Maltas

Der Name „Hagar Qim" bedeutet auf Maltesisch „Stehende Steine" – und genau das sind sie: mächtige Kalksteinblöcke die vor über 5.000 Jahren von einer geheimnisvollen Zivilisation in eine der eindrucksvollsten Kultstätten der Welt zusammengefügt wurden.

Was Hagar Qim von allen anderen Malta-Tempeln unterscheidet, ist seine einzigartige Lage: direkt auf einem Kalksteinfelsen mit Blick auf das Mittelmeer und die vorgelagerte Insel Filfla. Der Tempel liegt 2 km von der Küste entfernt auf einer Hochebene – der Wind vom Meer ist hier immer zu spüren.

Die Anlage entstand um 3200 v. Chr. und besteht aus einem Haupttempel sowie drei weiteren Strukturen. Der größte Stein der Anlage misst 6,40 × 3 Meter und wiegt 20 Tonnen. Wie die Erbauer diese Kolossalblöcke ohne Metallwerkzeug und Räder bewegten, ist bis heute ein Rätsel.

Die Steine wurden 1647 erstmals von Francesco Abela (Chronist des Johanitterordens) erwähnt. Die Ausgrabungen begannen 1839. Der Ort war wahrscheinlich ein bedeutendes Kultzentrum. Zum Komplex gehören ein Priesterhaus und 3 Tempel.

Der Hagar Qim Tempel auf Malta ist eine der absoluten Top Sehenswürdigkeiten der Insel. Die wunderschöne Lage direkt am Meer machen die labyrinthische Tempelanlage einzigartig. Wer sich für Steinzeittempel interessiert, darf die schönste Anlage auf Malta nicht verpassen.

Tipp zum Besuch: In unmittelbarer Nähe von Hagar Qim befindet sich auch die Tempelanlage von Mnajdra. In Reichweite ist auch die Sehenswürdigkeit Blaue Grotte. Am besten man besucht alle 3 Ziele an einem Tag (ein halber Tag sollte dafür auch ausreichen).

Schutzdach seit 2009: Um den Tempel vor Erosion durch Wind, Regen und Sonne zu schützen, wurde 2009 ein modernes Schutzzelt über die Anlage gespannt. Das Dach schützt die empfindlichen Kalksteinoberflächen und ermöglicht es gleichzeitig, den Tempel in seiner vollen Ausdehnung zu erleben.
Hagar Qim Tempel Malta – UNESCO Weltkulturerbe
Hagar Qim – direkt am Meer, seit 3200 v. Chr.
Hagar Qim
Die Ausgrabungen begannen 1839.
Hagar Qim
Der Name "Hagar Qim" steht für "Stehende Steine".
Hagar Qim
Der größte gefundene Stein ist 6,40 Meter lang, 3 Meter breit und wiegt stolze 20 Tonnen.
Fakten & Geschichte

Was Sie über Hagar Qim wissen sollten

📅

Bauzeit

Ca. 3200 v. Chr. – älter als Stonehenge und die Pyramiden.

🗿

Bauweise

Kalksteinblöcke bis 20 Tonnen, ohne Metallwerkzeug errichtet.

🌊

Lage

Auf einem Hochplateau direkt über dem Mittelmeer – einzigartige Kulisse.

🏛️

Struktur

Haupttempel + 3 weitere Strukturen, charakteristische Kleeblatt-Form.

📖

Erste Erwähnung

1647 von Chronist Francesco Abela schriftlich erwähnt. Ausgrabungen ab 1839.

🌍

UNESCO

Seit 1992 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Prähistorische Stätten Maltas".

Besuchsinfos

Hagar Qim – Praktische Infos

Alles was Sie für Ihren Besuch wissen müssen.

⏰ Tägl. 9:00–17:00 Uhr
💶 Ca. 12–15 € (kombi mit Mnajdra)
🚗 Parkplatz vorhanden
🎧 Audio-Guide inklusive
🏪 Shop & Café vor Ort
♿ Teilweise barrierefrei
Häufige Fragen

Hagar Qim – Ihre Fragen beantwortet

„Hagar Qim" ist Maltesisch und bedeutet „Stehende Steine" – eine Beschreibung die die aufrecht stehenden Kalksteinblöcke der Tempelanlage treffend charakterisiert. Der Name wurde 1647 erstmals vom Chronisten Francesco Abela schriftlich verwendet.
Hagar Qim entstand um ca. 3200 v. Chr. – er ist also über 5.200 Jahre alt. Damit ist er älter als Stonehenge (ca. 2800 v. Chr.) und die ägyptischen Pyramiden (ca. 2560 v. Chr.). Er gehört zu den ältesten freistehenden Steinbauwerken der Menschheitsgeschichte.
Ja – und das ist absolut empfehlenswert! Die beiden Tempelanlagen liegen nur ca. 500 Meter voneinander entfernt und sind mit einem kombinierten Ticket zugänglich. Für beide Anlagen inklusive Gehzeit braucht man ca. 2–3 Stunden. In Kombination mit der nahen Blauen Grotte ergibt sich ein perfekter halber Ausflugstag in den Süden Maltas.
Mit dem Mietwagen von Valletta ca. 30 Minuten – Parkplatz direkt am Eingang vorhanden. Mit dem Bus: Linie 74 von Valletta fährt in Richtung Qrendi, von dort noch ca. 20 Minuten zu Fuß. Der Mietwagen ist deutlich komfortabler und ermöglicht die Kombination mit Mnajdra und der Blauen Grotte.
Das Schutzdach wurde 2009 errichtet um die empfindlichen Kalksteinoberflächen vor Erosion durch Wind, Regen, Sonne und Temperaturwechsel zu schützen. Der Kalkstein der Tempel verwittert durch Umwelteinflüsse sehr schnell – das Dach verlängert die Lebensdauer der Originalsteine erheblich. Das Design des Zelts ist bewusst transparent gehalten damit das natürliche Licht erhalten bleibt.
Die ersten systematischen Ausgrabungen begannen 1839 unter Sir Richard Plasket. Weitere Ausgrabungskampagnen folgten 1885, 1909 und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die gefundenen Artefakte – Skulpturen, Tongefäße, Tierknochenn – befinden sich heute im Nationalmuseum für Archäologie in Valletta.
Für jeden Malta-Besucher! Geschichts- und Archäologie-Interessierte werden begeistert sein. Aber auch für Naturliebhaber ist die spektakuläre Küstenlage ein Highlight. Für Familien mit Kindern ist der Tempel gut geeignet – die Geschichte der uralten Steine fasziniert auch Kinder. Das Gelände ist teilweise barrierefrei zugänglich.
Im Eintrittspreis enthalten ist der Zugang zu Hagar Qim und Mnajdra (kombiniertes Ticket), ein Audio-Guide der die Geschichte der Anlage in mehreren Sprachen erklärt, sowie der Zugang zum Besucherzentrum mit Dauerausstellung zu den Ausgrabungen. Vor Ort gibt es außerdem einen kleinen Shop und ein Café.
Beide liegen nebeneinander, sind aber eigenständige Anlagen. Hagar Qim ist größer, älter (ca. 3200 v. Chr.) und bekannter. Mnajdra (ca. 3000 v. Chr.) ist kleiner aber besonders wegen seiner astronomischen Ausrichtung interessant – der Westtempel ist so gebaut, dass das Sonnenlicht an den Äquinoktien (21. März und 23. September) exakt durch den Tempeleingang fällt.
Ja – direkt am Parkplatz beim Besucherzentrum gibt es ein kleines Café mit Terrasse. Die Preise sind touristenorientiert. Für ein günstigeres Mittagessen empfiehlt sich das nahegelegene Dorf Qrendi oder die Blaue Grotte mit eigenem Restaurant. Wasser und Sonnenschutz unbedingt mitnehmen – auf dem offenen Gelände gibt es kaum Schatten.