UNESCO-Weltkulturerbe · Größte Tempelanlage Maltas · Ca. 2700 v. Chr.

Tarxien Tempel –
Die größte Kultstätte der Megalithzeit

Die Tempel von Tarxien sind die größte und kunstfertigste Megalith-Kultstätte Maltas – mit vier verbundenen Tempeln, aufwändigen Steinreliefs und der berühmten überlebensgroßen Göttin-Statue. Mitten im gleichnamigen Dorf Tarxien gelegen.

2700 v.Chr.Erbaut
UNESCOseit 1992
4 TempelAnlage
1916Entdeckt
TarschienAussprache
Über Tarxien

Tarxien – Vier Tempel, eine faszinierende Geschichte

Die Tempel von Tarxien (Aussprache: „Tarschien") im Südosten Maltas sind die komplexeste und kunstfertigste Tempelanlage der maltesischen Megalithkultur – vier einzelne, miteinander verbundene Tempel mit reichem künstlerischen Dekor.

Tarxien Tempel Malta

Was Tarxien von anderen Malta-Tempeln unterscheidet, ist die reiche Ausschmückung: Kunstvolle Spiralmuster und geometrische Reliefs auf Steinen, Altäre mit Tierknochen (Zeugnis von Tieropfern) und die berühmte überlebensgroße Göttin-Statue – von der nur der untere Teil erhalten ist, aber schon dieser zeigt die imposante Größe der ursprünglichen Figur.

Tarxien

Entdeckt wurden die Tempel erst 1916 – bei Feldarbeiten stießen Bauern auf die ersten Steine. Was folgte, war eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Eine grundlegende Restaurierung erfolgte 1956. Heute sind die Originalreliefs im Nationalmuseum für Archäologie in Valletta zu sehen – an den Tempeln befinden sich Kopien.

Tarxien Tempel

Magna Mater – die Große Mutter: In Tarxien gab es eine ausgeprägte Muttergöttin-Verehrung (Magna Mater). Eine überlebensgroße Statue einer weiblichen Figur – von der der untere Teil mit den massiven Beinen erhalten blieb – wurde hier gefunden. Die Vorstellung einer Mutter Erde als lebensspendende und wieder aufnehmende Kraft war zentral in der maltesischen Megalithkultur.
Besuchsinfos

Tarxien – Praktische Infos

Was Sie für Ihren Besuch wissen müssen.

⏰ Tägl. 9:00–17:00 Uhr
💶 Ca. 10 € Eintritt
📍 Dorf Tarxien, Südmalta
🎧 Audio-Guide verfügbar
🚌 Bus von Valletta
🏛️ Originalreliefs im Museum Valletta
Häufige Fragen

Tarxien – Ihre Fragen beantwortet

Tarxien wird „Tarschien" ausgesprochen – das maltesische „x" klingt wie das deutsche „sch". Das ist einer der häufigsten Fehler von Touristen auf Malta. Der Tempelname leitet sich vom gleichnamigen Dorf Tarxien im Südosten der Insel ab.
Tarxien ist die größte und kunstfertigste Megalith-Kultstätte Maltas mit vier verbundenen Tempeln. Besonders bemerkenswert sind die aufwändigen Steinreliefs mit Spiralmustern, die Hinweise auf Tieropfer und die überlebensgroße Göttin-Statue (Magna Mater). Tarxien repräsentiert den Höhepunkt der maltesischen Tempelkunst.
Die Tarxien Tempel wurden erst 1916 entdeckt – als Bauern bei Feldarbeiten auf ungewöhnlich große Steine stießen. Die anschließenden Ausgrabungen unter Themistocles Zammit enthüllten eine der bedeutendsten prähistorischen Stätten der Welt. Eine erste Restaurierung erfolgte 1956.
Die Originalreliefs und Skulpturen aus Tarxien – inklusive der Göttin-Statue und der kunstvoll verzierten Steinblöcke – befinden sich im Nationalmuseum für Archäologie in Valletta. An den Tempeln selbst sind nur Kopien zu sehen, da die Originale für eine bessere Erhaltung ins Museum gebracht wurden.
Ja – besonders für Interessierte an prähistorischer Kunst und Kultur. Die Steinreliefs sind von einer Kunstfertigkeit die man in der Steinzeit kaum vermutet. Im Vergleich zu Hagar Qim und Mnajdra liegt Tarxien mitten in einem Dorf – weniger spektakulär in der Lage, aber archäologisch nicht minder bedeutsam. In Kombination mit dem Nationalmuseum in Valletta ergibt sich ein vollständiges Bild der Tempelkultur.
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